Heute erfolgt eine kleine Prämiere in der Testmanege: wir stellen Euch das erste Mal ein Adventure vor! Für diejenigen unter Euch, die bisher wenig mit Computerspielen zu tun hatten: Adventures sind ein Spiele-Genre. In einem Adventure schlüpft der Spieler in die Rolle des Protagonisten und muss Rätsel lösen, mit Personen sprechen, Gegenstände einsammeln und benutzen oder kombinieren um die Handlung weiter voranzutreiben.
Deponia, das Spiel, welches wir Euch vorstellen, ist noch dazu ein richtiges kleines Highlight in der Adventurewelt der letzten Jahre. Entwickelt von Daedalic Entertainment, kommt es in klassischer Point-and-Click-Manier im Comicstil mit tollen, handgezeichneten Grafiken daher.
Die Handlung von Deponia
Unser Protagonist Rufus wohnt auf dem Planeten Deponia und ist so gar nicht glücklich darüber. Statt auf Deponia, wo es nur so von Müll und Dreck wimmelt, würde er viel lieber auf der sagenumwobenen fliegenden Stadt Elysium leben. Doch leider sind seine Versuche, Deponia zu verlassen, bis jetzt immer kläglich gescheitert. Als Rufus eines Tages die junge Elysianerin Goal fast in die Hände fällt, wittert er seine Chance. Wird Rufus es schaffen, Goal zurück nach Elysium zu bringen und dort gemeinsam mit ihr alt und glücklich zu werden?
Die Rätsel in Deponia
Die Rätselkost im Spiel fanden wir sehr abwechslungsreich. Logische, leicht zu lösende Rätsel wechselten sich mit manchmal wirklich kniffligen Passagen ab. Sogar ein altbekanntes Rezept-Rätsel ist in Deponia zu finden, frei nach dem Motto: “Du bringst mir diese und jene Zutaten und ich braue Dir daraus den Trank, den Du brauchst”.
Ebenfalls sehr positiv hervorzuheben ist, dass es im Hauptteil des Spiels wenig linear zugeht. So kann man sich in der Hauptstadt Deponias, Kuvaq, völlig frei bewegen und mehrere Rätsel zeitgleich lösen oder je nach beliebiger Reihenfolge.
Gegen Ende des Spieles ging es leider doch linearer zu, hier hatte man zeitweise den Eindruck, die Entwickler haben versucht, in den Abspann noch schnell ein paar Rätsel einzubauen.
Im Spiel sind einige sogenannte Minispiele enthalten, kleinere Rätsel wie zum Beispiel Puzzle. Sicher wird es jede Menge Leute geben, die Minispiele als willkomenne Abwechslung sehen, wir persönlich waren jedoch sehr glücklich darüber, dass es im Spiel Deponia die Möglichkeit gibt, diese einfach zu überspringen.
Die Steuerung in Deponia
Die Steuerung erfolgt altbewährt und gut mit der Maus. Obendrein haben sich Daedalic Entertainment jedoch noch etwas Neues für die ganz Bewegungsfaulen ausgedacht: das Inventar öffnet und schließt sich im Spiel durch Drehen des Mausrades. Das Ganze war für uns anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, man kommt aber nach einiger Zeit gut mit dieser Neuerung zurecht und möchte sie nicht mehr missen. Kommt man so gar nicht mit der neuen Steuerung zurecht, kann man diese in den Optionen bei Deponia auch ausstellen und findet dann sein Inventar wie gewohnt im unteren Bildschirmbereich.
Ein wenig haben wir die Kartenlandschaft auf Deponia vermisst. Wir lieben Landkarten in Adventures, mit Hilfe derer man sich von einem Schauplatz beziehungsweise Ort zum Anderen bewegen kann. Auch hätte so eine Kartenansicht dem Planeten Deponia mehr Tiefe und Anschaulichkeit gegeben.
Die Hotspots im Spiel sind leider manchmal ziemlich ungenau positioniert, was aber dem Spielspaß keinen Abbruch tut.
Unser Fazit zu Deponia
Deponia ist ein wirklich gut gemachtes und unterhaltsames Adventure mit einer angemessenen Spielzeit. Auch die vielen liebevoll gestalteten Details, wie zum Beispiel der singende Gitarrist in den Zwischensequenzen sind sehr gelungen. Die kleinen Schwachstellen sind eventuell allenfalls Geschmackssache, wir jedenfalls freuen uns schon sehr auf die geplante Fortsetzung von Deponia.